Buchrezension: Siren


Titel: Siren
Autor: Kiera Cass
Erscheinungsdatum: 13.10.2016
Verlag: Fischer Verlag
Seitenanzahl: 368
Preis: 12,99 Euro
Hier erhältlich: Fischer  Amazon


Inhalt:

Kahlens Familie kommt bei einem Schiffsunglück ums Leben. Sie selbst wird als Einzige gerettet – von drei betörenden jungen Frauen: Sirenen. Wunderschön und unsterblich. Von nun an ist Kahlen eine von ihnen. Scheinbar ein ganz normales Mädchen, doch ihr Leben gehört dem Meer. Jeder Mensch, der ihre Stimme hört, muss sterben. Und so schweigt sie. Bis sie Akinli begegnet, einem jungen Studenten, der Kahlen auch völlig ohne Worte versteht. Nach nur wenigen Stunden haben nicht nur ihre Herzen, sondern auch ihre Seelen zu einander gefunden. Und als Akinli schwer erkrankt, droht auch der eigentlich unsterblichen Kahlen der Tod.

Eigene Meinung:

Ich habe mir dieses Buch gekauft, weil ich die Selection-Reihe der Autorin wirklich gelungen fand. Dementsprechend hoch waren auch meine Erwartungen, obwohl ich bereits mehrfach gelesen habe, dass dieses Buch längst nicht so begeistern kann.

Die Geschichte wird aus der Sicht von der Protagonistin Kahlen aus der Ich-Perspektive erzählt und spielt 80 Jahre nach ihrer Verwandlung in eine Sirene. Der Schreibstil ist, wie man ihn schon von der Selection-Reihe kennt, sehr gut und man kommt locker flockig durch die Seiten. Das Cover finde ich auch sehr schön und es passt ganz hervorragend zum Buch.

Kahlen ist eine Sirene. Die Aufgabe einer jeden Sirene ist es zu singen, sobald die See hungrig wird. Doch jeder, der die Stimme einer Sirene hört, findet unweigerlich den Tod, da er sich sofort im Meer – oder auch in der nächsten Pfütze – ertränkt. Obwohl die Geschichte 80 Jahre nach der Verwandlung in eine Sirene spielt, wird doch direkt zu Beginn schon deutlich, dass Kahlen mit dieser Last einfach nicht zurecht kommt. Die meiste Zeit schwankt ihre Stimmung zwischen niedergeschlagen und todtraurig. Erst als sie Akinli kennenlernt, ist sie von Kopf bis Fuß glücklich.
Leider habe ich Kahlen oft als anstrengend empfunden und konnte daher irgendwie nicht so richtig mit ihr warm werden.
Akinli ist mir jedoch direkt ans Herz gewachsen. Er ist so sympathisch und witzig, dass es richtig Spaß gemacht hat ihm zuzuhören. Obwohl Kahlen nicht sprechen kann, ist Akinli ganz erpicht darauf, mehr von ihr zu erfahren und fängt an, immer einen Block und einen Stift bei sich zu tragen. Im Gegensatz zu den anderen Menschen, die immer nur die Schönheit bei Kahlen sehen, sieht er so viel mehr. Er ist die ganze Zeit über einfach unfassbar aufmerksam und liebenswert. Ich hätte mir mehr Szenen mit ihm gewünscht.

Auch die Sirenen-Schwestern spielen eine große Rolle in dem Buch; besonders Miaka mochte ich sehr gerne.

Leider hatte ich das Gefühl, dass die Story nur vor sich hinplätschert. Es fehlte ein Spannungsbogen, ein Höhepunkt, ein Wendepunkt oder irgendetwas, das ein bisschen Spannung in die Geschichte bringt.

Was mir an dem auch Buch nicht so gut gefallen hat – und mir leider an vielen Büchern mit Liebesgeschichte missfällt – ist die Geschwindigkeit, mit der Kahlen Gefühle für Akinli aufgebaut hat. Bereits nach dem ersten richtigen Date, bezeichnet sie ihn als ihre große Liebe. Das geht mir persönlich viel zu schnell und ist für mich daher auch nicht so richtig nachvollziehbar.
Auch die Gespräche zwischen Kahlen und der See fand ich die ganze Zeit über etwas befremdlich und konnte mich nicht so recht daran gewöhnen.

Fazit:

Ich empfinde das Buch als eine nette Sommerlektüre, überzeugen konnte es mich jedoch nicht. Die Story plätschert so vor sich hin und die Protagonistin fand ich recht anstrengend. Trotzdem war das Buch nicht schlecht und erhält daher von mir 3 von 5 Sterne.





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